Wie bin ich zum Coaching gelangt?
Die Ausbildung fürs Coaching ist mir im richtigen Moment zugeflogen, als ich beschlossen habe, dem Universum und meinem eigenen Weg zu vertrauen. Um diese Möglichkeit überhaupt annehmen zu können, musste ich jedoch einige Prüfungen in meinem Leben durchlaufen. Die Reise dorthin begann schon vor vielen Jahren, doch 2023 wurde der Schlüsselmoment: Mit gerade einmal 24 Jahren und einem 2,5-jährigen Sohn landete ich in meinem zweiten Burnout – diesmal mit tiefen Depressionen.
Erschöpft, überfordert und müde erkannte ich schließlich, dass ich fühlen muss, was in mir vorgeht. Mein Sohn schaute mich an und fragte: „Mama, warum weinst du denn immer? Lachen ist so viel schöner.“ Dieser Moment war ein Weckruf: Etwas musste sich ändern. Ich wollte wieder gesund werden – für mich und für meinen Sohn, der eine glückliche, starke Mutter verdient hatte.
Ich begann zu lesen, mich selbst zu reflektieren und lernte, mich bewusst mit meinen Gefühlen auseinanderzusetzen. Dabei stieß ich auf das Thema Mental Load. Bücher wie Die Frau fürs Leben ist nicht das Mädchen für alles wurden zu Rettungsringen. Parallel begleitete mich meine Therapeutin – eine neutrale Stimme, die mir half, die Stürme meines Lebens zu sortieren und zu verstehen. Stück für Stück integrierte ich die Impulse und Übungen aus den Büchern in meinen Alltag, setzte mich mit Selbstliebe auseinander, fand zu meiner Lebensfreude zurück und baute eine stabile Basis für Selbstwert und innere Stärke auf.
Aus diesen Erfahrungen wuchs der Wunsch, meine Erkenntnisse zu teilen und andere auf ihrem Weg zu inspirieren. Anfangs noch vor allem über Mental Load, dann immer tiefergehend: über Selbstliebe, Lebensfreude, innere Stärke und das Erinnern an das, was in uns bereits angelegt ist. Ich erkannte, dass jeder Mensch alles in sich trägt, was er braucht – manchmal braucht es nur eine sanfte Erinnerung, Mut und Begleitung, um das eigene Potenzial zu entfalten.
Wendepunkt: Australien
Besonders transformierend war meine Reise nach Australien 2024, kurz nach meiner Trennung und meiner Diplomfeier. Ich schnappte mir meinen Sohn, packte unsere Sachen und flog hinaus in das Abenteuer – ohne Plan, ohne Erfahrung, nur mit Vertrauen und Neugier. Diese Reise zeigte mir: Nichts kann mich aufhalten, wenn ich wirklich will.
Man kann nicht zu groß träumen – alles ist möglich.
Vertrauen ist leichter als Skepsis.
So kam es, dass ich mich für die Coaching-Ausbildung entschied – nicht, weil ich vorher daran gedacht hatte, sondern weil sich plötzlich alles richtig anfühlte. Durch die Ausbildung erweiterte sich mein Horizont noch weiter. Ich begegnete unzähligen Menschen und Geschichten, die mich lehrten, dass wir viel mehr bewirken können, als wir uns vorstellen. Heute erfüllt es mich mit tiefer Freude, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, sie funkeln zu sehen, wenn alte Blockaden sich lösen, und ihnen zu helfen, die Flügel in sich zu entdecken, die sie immer schon getragen haben.
Heute ist mir klar: Wenn man seine innere Wahrheit lebt, seinen Seelenweg annimmt und mit der Energie arbeitet, anstatt gegen sie, fügen sich alle Puzzleteile zur richtigen Zeit zusammen.